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Eine Schädigung von Gehirn, Rückenmark oder der peripheren Nerven kann zu einem Verlust der körperlichen Integrität und Selbstständigkeit sowie zu psychosozialen Problemen führen. Unser engagiertes, erfahrenes und gut eingespieltes Team unterstützt seine Patienten beim Erreichen der grösstmöglichen Lebensqualität und führt sie wieder in ihren Alltag zurück.
Dank dem Fachwissen unserer fünf Kaderärzte ist es uns möglich, bei Bedarf wichtige diagnostische Schritte durchzuführen und entsprechende Therapien einzuleiten. Durch den intensiven interdisziplinären Austausch zwischen den verschiedenen Klinikbereichen werden die Therapieziele den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Patienten optimal angepasst.
Welche Patienten profitieren von einer neurorehabilitativen Behandlung?
Während der ersten drei bis sechs Monate nach einer akuten neurologischen Erkrankung zeigt das Nervensystem sein grösstes Erholungspotenzial. Insbesondere sollten Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, cerebrovaskulärem Insult, Hirnblutung, Status nach einem operativen Eingriff am Gehirn/Rückenmark oder mit einem Guillain-Barré-Svndrom möglichst früh rehabilitiert werden.
Aber auch in einer späteren Krankheitsphase kann bei obigen Krankheitsbildern eine neurorehabilitatorische Intervention von wenigen Wochen sinnvoll sein, um erworbene Fähigkeiten zu erhalten und zu erweitern; dies führt in der Regel zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Stabilisierung der psychosozialen Situation. Dies trifft auch für Patienten mit einer angeborenen oder degenerativen Beeinträchtigung der neuromuskulären Funktionen zu.
Eine intensive neurorehabilitatorische Behandlung kann den Krankheitsverlauf der Multiplen Sklerose positiv beeinflussen. Zudem hat sich gezeigt, dass eine begleitende intensive physikalische Therapie den positiven Effekt einer Cortisontherapie oftmals begünstigt; wir bieten Steroid-Kuren unter ambulanten und stationären Bedingungen an. Die grosse Erfahrung unserer Ärzte mit diesem Krankheitsbild ermöglicht eine optimale medizinische und psychosoziale Beratung.
Auch bei einem neurogenen Schmerzsyndrom kann eine ganzheitliche neurorehabilitative Behandlung sehr sinnvoll sein. Hierbei sind neben Lumbalsyndromen insbesondere auch die Folgen nach HWS-Distorsionstraumata zu nennen. Ziel unserer Massnahmen ist, nebst der Schmerzreduktion eine adäquate Schmerzverarbeitung und eine bessere Einbindung ins soziale Umfeld zu erreichen.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit einer Neurorehabilitationsklinik ist eine sehr gute Voraussetzung, um die komplexe Situation bei funktionellen Störungen zu evaluieren und zu verbessern.
Von der Diagnose zur Therapie
Unsere breiten klinischen und apparativen Untersuchungsmöglichkeiten ermöglichen eine individuell konzipierte Therapie. Zudem werden die im Rahmen der einzelnen Therapiebereiche ausgearbeiteten Behandlungskonzepte in regelmässigen Abständen interdisziplinär besprochen, damit das Therapieziel entsprechend den Möglichkeiten des Patienten angepasst werden kann.
Ziel der Sensomotorik, bestehend aus einem Team von gut ausgebildeten Physio- und Ergotherapeuten, ist die Verbesserung von behinderten Bewegungsabläufen. Neben den kognitiv-therapeutischen Übungen, die wir seit Jahren vertiefen und womit wir im deutschen Sprachraum führend sind, werden auch Therapien nach Bobath und Johnston sowie PNF, manuelle Therapie, Elektrotherapie, Lymphdrainage, Qi Gong, Orthesenversorgung und viele andere Interventionen durchgeführt. Sprach-, Sprech-, Stimm- oder Schluckstörungen werden in der Logopädie nach individueller Analyse behandelt.
Die Abteilung für Neuropsychologie evaluiert und therapiert kognitive Defizite wie Gedächtnis-, Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und Planungsstörungen, macht verhaltensmedizinische Untersuchungen und nimmt gemeinsam mit unseren Neurologen Stellung zur Fahrtauglichkeit. Anhand von Gesprächen durch Psychologen werden die Patienten bei der Krankheitsverarbeitung unterstützt. Die Werk-, Musik- und Maltherapie sowie verschiedene Ateliers (Wollverarbeitung, Töpferei u. a.) bieten eine Tagesstruktur und werden aktiv in Evaluation und Therapie miteinbezogen.
Rehabilitation nach Schlaganfall
Jedes Jahr erleiden bis zu 12'500 Personen in der Schweiz einen Schlaganfall, wobei ein Viertel als Folge davon nicht mehr selbstständig leben kann. Trotzdem besteht heute die Chance, das Risiko und das Ausmass einer Behinderung nach einem Hirnschlag zu vermindern. Massnahmen in der akuten Phase (in den ersten Minuten) bis hin zu Jahre später sind hierfür hilfreich. Die Rehabilitation ist eine dieser Massnahmen. Sie ist wissenschaftlich anerkannt und wird empfohlen in allen modernen nationalen und internationalen Behandlungsrichtlinien für Schlaganfälle. Die zur Verfügung stehenden Instrumente und Methoden sind zahlreich: z. B. integrierte Rehabilitationskonzepte wie die kognitive Rehabilitation oder die „constraint-induced“ Therapie, der Einsatz von Hilfsmitteln inklusive „robots“, Behandlung mit Botulinum-Toxin und andere medikamentöse und nicht medikamentöse medizinische Möglichkeiten. Entscheidend ist aber vor allem ein mit dem Krankheitsbild vollständig vertrautes Rehabilitationsteam aus Spezialisten verschiedener beruflicher Herkunft wie Ärzte, Pflegefachpersonen, Therapeuten (unter anderem Physio- und Ergotherapeuten, Neuropsychologen, Logopäden) und Sozialarbeiter. Dieses interdisziplinäre Team arbeitet mit einer Zielsetzungsorganisation, welche die spezifischen Bedürfnisse eines jeden Patienten ins Zentrum stellt. Die Klinik Bethesda bietet seit vielen Jahren eine solche professionelle Rehabilitation mit verschiedenen etablierten Behandlungsmethoden an.
Ambulante Behandlung
Ambulante Sprechstunden finden sowohl im Rahmen der Praxen unserer Kaderärzte (Dr. F. Baronti, Dr. K. Meyer, Dr. P. Combremont) statt als auch in unserer Poliklinik. Zuweisungen für ambulante Konsultationen oder Abklärungen erfolgen in der Regel über den Hausarzt oder den Spezialarzt. Auch eine direkte Anmeldung ist möglich.
Soziale Integration - berufliche Massnahmen
Die familiäre, häusliche, berufliche und finanzielle Situation wird früh abgeklärt, damit den Bedürfnissen der Patienten optimal angepasste Vorkehrungen getroffen werden können. In der zur Verfügung stehenden Therapiewohnung hat der Patient die Möglichkeit, die während der Behandlung wiedererlangten Fähigkeiten realitätsnah zu erproben, was ihm den Sprung in die Selbstständigkeit wesentlich erleichtert.
Ist die baldige Rückkehr in den ursprünglichen Beruf nicht möglich, kann auf Wunsch die Abteilung für Berufsfindung und -erprobung miteinbezogen und allfällige Wiedereingliederungsmassnahmen evaluiert und durchgeführt werden. Die Abteilung für Berufsfindung und -erprobung steht auch externen Patienten zur Verfügung.
Zusätzliches Dienstleistungsangebot
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UNTERSUCHUNGEN
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INDIKATION
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Elektroneurographie: (ENG)
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Sensible oder motorische Ausfälle mit v.a. peripheren Nerven- oder Nervenwurzelläsionen: radikuläre Ausfallssyndrome, Carpaltunnel-Syndrom, Sulcus-ulnaris-Syndrom, Druckneuropathien (z.B. bei Fallhand oder Fallfuss], hereditäre oder erworbene Polyneuropathien, ALS usw.
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Elektromyographie: (EMG)
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Muskelschwächen oder -atrophien. Unterscheidung von neurogenen vs. myogenen motorischen Störungen; ggf. ergänzend zur ENG-Untersuchung.
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Evozierte Potenziale:
(SEP, VEP, AEP)
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Unterscheidung periphere vs. zentrale Störungen bei sensiblen Ausfällen, visuellen oder akustischen Störungen.
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Ultraschall Hirngefässe:
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Ursachenabklärung bei TIA/CVI: v.a. atheromatös (extra- und transkraniell) bedingte Carotisstenose, Carotisdissektion, v.a. intrakranielle Gefässstenosen.
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EEG, Telemetrie:
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Abklärung von anfallsartigen Störungen (tags und nachts), ggf. mit Provo¬kationsmassnahmen.
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Schlafpolygraphie:
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lnsomnien und Hypersomnien (z.B. Schlafapnoe, atypisches Restless-Iegs-Syndrom, atypisches Verhalten im Schlaf).
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Multipler Schlaf-Latenz- Test:
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Unklare Tagesschläfrigkeit (z.B. Narkolepsie).
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